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Krawallkultur und ihre Deformierung des politischen Protests.
Die Sonne scheint grell und bereits herbstlich durch die Fenster der U-Bahn. Ein junger Mann sitzt mir gegenüber. Er trägt ausgewaschene Jeans und ein hellblaues Hemd. Sein Telefon klingelt:
Hi. Wie geht es dir?... Mhm… Ich geh nachher mit ein paar Leuten in die Schanze… Na, da ist doch Schanzenfest und das heißt heute Abend machen die wieder ordentlich Krawall da… Nee, ich mach bei so was nicht mit. Wir wollen nur zuschauen. Ist lustig. War letztes Jahr auch schon da. Hätte fast ne Flasche gegen den Kopf bekommen. Voll ...
Geschrieben von Lasse Nimmermehr (06.09.2010, 15:52 Uhr), 69 mal angesehen - Kommentare (0) | Weiterlesen
La grande recreation. Nillson-Tagebuch: Dockville Festival 2010, wie war's?
Haken wir den lästigsten aller Punkte gleich zuerst ab und sprechen auch nicht weiter darüber: das Dockville Festival in Hamburg-Wilhelmsburg hat es geschafft, sämtliche der viel und hart kritisierten Fehler des Vorjahres auszumerzen. Zweifler schien es aber ohnehin nur wenige gegeben zu haben. Das Festival scheint beliebter als eh und je – ein Zeichen dafür, dass die Zeit alle Wunden heilt. Ein Zeichen aber auch dafür, dass das Dockville endgültig auf dem Weg ist, sich in (Nord)Deutschlands Festivallandschaft mit all seiner Einzigartigkeit zu etablieren.
Aber die Macher haben es auch wirklich gut gemacht. Haben das Gelände wesentlich optimaler aufgeteilt ...
Geschrieben von argentinho (04.09.2010, 10:52 Uhr), 88 mal angesehen - Kommentare (0) | Weiterlesen
Der öffentliche Raum ist die Leinwand
Streetart verwandelt die Stadt in eine urbane Zauberwelt. Doch was will dieses "neue" Kunstphänomen und wen kann es erreichen?
Ein kleiner Waschbär steht mit Zylinder und Gehstock in einer Nebenstraße. Er hält seinen Stock in die Höhe und wirkt ein bisschen, wie ein alter Mann, der sich mal wieder über die laute Jugend beschwert. Keine drei Straßen weiter ruft die knallgrüne Schildkröte, dass sie keine Zeit zum hetzen hat - und das gerade in einer Fußgängerzone, die die Verbindung zwischen Einkaufsstraße und Post bildet. Geht man diese Einkaufsstraße hoch, sieht man einen riesigen Wasserhahn, der pinkes Wasser auf die ...
Geschrieben von Bubu (24.08.2010, 11:05 Uhr), 246 mal angesehen - Kommentare (0) | Weiterlesen
Erwachsen werden mit Kickstart. Nillson-Tagebuch: Omas Teich 2010, wie war's?
Das Omas Teich wird erwachsen. Im zwölften Jahr, so steht es geschrieben für jetzt und immerdar, soll ein Umbruch geschehen; einer, der die Festivalbesucher vermutlich in zwei Lager spalten wird und sich ein neues Publikum erschließen, das alte aber vielleicht weitgehend verlieren wird. So weit, so kryptisch. Und was soll jetzt das ganze? Dieses Gerede mit Erwachsenwerden? Nun ja. Ein alter Satz im Festivalgesetzbuch heißt: „Ein Festival ist dann im Begriff, groß zu werden, wenn auf dem Festivalgelände ein Stand von Mario’s Pizza zu finden ist“.
Wahrhaftig – es ist nicht mehr das selbe in Großefehn, anno 2010. Es ...
Geschrieben von argentinho (11.08.2010, 22:46 Uhr), 328 mal angesehen - Kommentare (0) | Weiterlesen
Nillson-Tagebuch: Immergut 2010, wie war's?
Als wir uns kurzfristig doch noch dazu entscheiden, auch in diesem Jahr aufs Immergut zu fahren, ist die Freude groß. Endlich wieder Immergut. Und bei genauerem Hinsehen wird zumindest in unseren Köpfen auch das Line Up immer besser. Je näher das Festivalwochenende rückt, desto größer wird unsere Vorfreude.
Vor allem auf die Künstler, die auf der neuen Bühne, dem Birkenhain, auftreten werden, freuen wir uns. Künstler wie William Fitzsimmons, James Yuill und An Horse auf einer kleinen Bühne in flauschiger, intimer Atmosphäre. „Kann nur toll werden!“ denken wir uns. Dieselbe Bühne lockt zudem mit Lesungen von unter ...
Geschrieben von rCh (11.08.2010, 15:36 Uhr), 291 mal angesehen - Kommentare (0) | Weiterlesen
Fragen auf Bögen. Im August mit: S (Jenn Ghetto)
Von Own Records aus Luxemburg kommt ein Leckerbissen nach dem anderen, das ist kein Geheimnis, und man wird auch nicht müde, das zu sagen. Fragt man aber danach, welches der in diesem Jahr erschienenen Alben aus diesem guten Hause am meisten beeindruckt hat, führt kein Weg an „I’m Not As Good At It As You“ von Jenn Ghetto alias S vorbei, der Dame, die an der Band-Of-Horses-Vorgängerband Carissa’s Weird mitgewirkt hat und nun bezaubert schönen Songwriterpop inklusive Verspuktheit und zeitgleich einnehmend zwingender Wahrhaftigkeit spielt. Ein Album wie ein Schlag ins Gesicht, aber einer von einem guten Freund, der einen nur ...
Geschrieben von argentinho (05.08.2010, 18:34 Uhr), 255 mal angesehen - Kommentare (0) | Weiterlesen
