Irgendwo auf den Landstraßen rund um Diepholz, zwischen Feldern und kleinen Ortschaften, wird es einem stetig wärmer ums Herz. Und dann hängt es plötzlich da: dieses kleine Schild mit der Aufschrift „Appletree Garden Festival“.
Für manche ist es vielleicht einfach nur ein Wegweiser. Vielleicht geht es aber auch vielen Rückkehrenden wie mir: Dieses kleine Schild sagt dir, dass du zu Hause bist. Für drei Tage entsteht hier eine kleine Welt, in der Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und gegenseitiger Respekt selbstverständlich wirken. Eine Welt, von der man sich wünscht, ein kleines Stück mit in den Alltag nehmen zu können. Das Appletree Garden feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag und wir feiern mit!
Donnerstag. Tag 1. Ankommen.
An der Bändchenausgabe werden wir mit einem freundlichen „Herzlich willkommen“, einem Lächeln und einem „Viel Spaß“ begrüßt. Es sind Kleinigkeiten wie diese, die den Ton für das Wochenende setzen – und erklären, warum sich viele Gäste hier eher wie bei Freund*innen als auf einem Festival fühlen.
Nach der Ankunft auf dem Campground richten sich alle in ihrem kleinen Zuhause auf Zeit ein. Alte Bekannte werden begrüßt, neue Nachbar*innen kennengelernt.
Der Weg zum Festivalgelände führt in diesem Jahr zunächst an einem neuen kleinen Lieblingsort vorbei. Unter einem sandfarbenen Zeltdach tanzen Discokugeln im sanften Sommerwind. Mit ihren pastellfarbenen, handbemalten Schildern und den vielen kleinen Details fügt sich die Sekt Perle ins Setting, als hätte sie schon immer zum Appletree gehört. Schnell wird sie zum Treffpunkt für ein erstes Anstoßen, für zufällige Begegnungen und Gespräche, bei denen man dann doch ein wenig länger bleibt als eigentlich geplant. Wenige Schritte weiter führt der Weg vorbei an den ersten Zelten. Vor den Pavillons wird geplaudert, gelacht und angestoßen. Aus kleinen Bluetooth-Boxen läuft Musik und immer wieder fallen Menschen einander zur Begrüßung in die Arme. Es hat hier niemand eilig. Vielleicht liegt auch darin einer der Zauber des Appletrees: Das Festival nimmt sich Zeit. Für Gespräche. Für Begegnungen. Für den Moment. Dann spannt sich endlich der lang ersehnte, bunt beleuchtete Torbogen über den Weg.
Wir treten ein in den Märchenwald.
Es liegen nur kurze Wege zwischen Glitzersalon, Zirkuszelt, Hauptbühne, Waldbühne, dem Tiefen Holz und der Oase. Zwischen den Bühnen und den fantasievoll gestalteten Orten warten überall kleine Kunstinstallationen, Lichtobjekte und liebevoll gestaltete Details darauf, entdeckt zu werden. Vieles erkennt man wieder, vieles Neue fällt erst beim zweiten oder dritten Rundgang auf. Das Appletree ist kein Festival, über das man hetzt. Es ist eines, das entdeckt werden möchte. Ganzjährig arbeiten vier hauptamtliche Mitarbeitende an der Vorbereitung des Festivals. Durch die Unterstützung eines ehrenamtlichen 40-köpfigen Kernteams sowie etwa 550 Volunteers wird der Märchenwald dieses Jahr aufs Neue zum Leben erweckt. Das Wetter meint es in diesem Jahr gut mit uns. Nach kurzen Regenschauern am Donnerstag bleibt es für den Rest des Wochenendes heiß und sonnig. Tagsüber funkelt das Sonnenlicht durch das Blätterdach der mächtigen Bäume, nachts übernehmen Lichterketten und tauchen den Wald in eine romantische Atmosphäre.
Die richtige Schuhwahl ist auf Festivals ja ohnehin jedes Mal eine Wissenschaft. An diesem Wochenende stellt sich die Frage: Festes Schuhwerk für den Moshpit oder doch lieber offene Schuhe bei den sommerlichen Temperaturen? Die vielen Sonnenstunden verwandeln die Wege zunehmend in staubige Pfade. Am Ende spielte es keine Rolle – der Staub fand seine Wege. Aber vielleicht sollte man sich ohnehin öfter ein Beispiel an Kindern nehmen. Mit bunten Farben im Kopf, Schmutz in der Kleidung und staubigen Füßen geht man am Ende eines Tages manchmal doch am glücklichsten ins Bett.
Die Musik übernimmt.
Mein erster Weg führt mich ins Zirkuszelt. Udo West eröffnen meinen Konzertdonnerstag – und wie! Das Zelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein erster Einlassstopp. Im Zirkuszelt ist es drückend heiß, doch davon lässt sich weder die Band noch das Publikum aus der Ruhe bringen. Sänger Ludwig „Udo“ Hoßmann kniet sich im wahrsten Sinne des Wortes mächtig rein und heizt dem Publikum nicht zuletzt mit seinen starken Dance Moves ordentlich ein.
Die Chemie innerhalb der Band ist vom ersten Moment an spürbar. Kein Wunder: Udo, Toni und Albert sind Brüder und Cousins. Seit 2021 komplettiert Drummer Jan die Formation, der an diesem Abend von Lisa hervorragend vertreten wird.
Das Publikum wird begeistert mitgerissen bei Songs wie „Schicki Micki“, „Kurztrip“ und der jüngsten Neuerscheinung „Spülmaschine“. Bei der Frage, ob es noch Lust auf eine Zugabe gibt, bleiben bei der ohrenbetäubenden Resonanz keine Fragen offen. Was für ein Start in ein Musikwochenende!
Ein gut kuratiertes Festival zeichnet sich auch dadurch aus, dass man sich manchmal entscheiden muss. Nicht nur zwischen Konzerten, sondern auch zwischen Musik und dem inzwischen vielseitigen Rahmenprogramm. Lesungen, Yoga, Tanz, Workshops und viele weitere Angebote machen das Appletree längst zu weit mehr als einem reinen Musikfestival. Während im Zirkuszelt Udo West das Publikum zum Kochen bringen, spricht nur wenige Meter entfernt Autor Dirk Gieselmann, der im Übrigen auch in jedem Jahr den wundervollen Klappentext im Appletree Garden Festival Booklet schreibt und den eine lange Geschichte mit dem Festival verbindet. Seine Lesungen schätze ich sehr – an diesem Nachmittag gewinnt die Musik.
Wer erst gegen Abend mit den ersten großen Festivalmomenten gerechnet hatte, wurde auch von Tracy De Sá eines Besseren belehrt. Schon am späten Nachmittag war der Platz vor der Bühne bis tief in den Wald gefüllt. Dass Hip-Hop auf dem Appletree längst seinen festen Platz gefunden hat, zeigte Tracy De Sá eindrucksvoll. Die in Indien geborene, in Portugal und Spanien aufgewachsene und heute in Frankreich lebende Rapperin verbindet englische, französische und spanische Texte in messerscharfe Raps. Jede Silbe saß, jeder Satz traf punktgenau. Spätestens als sie sich schließlich unter das Publikum mischte und mit einzelnen Fans tanzte, spielte sie sich für einige in die Liste der Highlights des Wochenendes.
MOLA übernimmt am frühen Abend die Hauptbühne. Vor dem silber-schwarzen Bühnenbild steht Sängerin Isabella Streifeneder in Adidas-Shorts, Cowboystiefeln, Bauchkette und Sonnenbrille – lässig und nahbar. Nicht nur durch die eigenen Veröffentlichungen hat MOLA sich einen Namen gemacht, sondern auch durch Kooperationen mit Künstler*innen wie u.a. fiio, Il Civetto, Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys und Fatoni.
Zwischen nahezu jedem Lied erzählt die Sängerin mit markanter Stimme persönliche Geschichten, regt zum Nachdenken an und schafft es gleichzeitig, die Menschen immer wieder zum Mitsingen und vor allem Tanzen zu bewegen. Berührend wird es vor „Letzte Kippe“. Wirklich reich sei laut MOLA, wer einen Menschen habe, den man nachts um drei Uhr anrufen könne. Wer diesen Menschen gerade neben sich habe, solle ihm jetzt etwas Liebe schenken. Im Publikum liegen sich zahlreiche Besucher*innen in den Armen – einer dieser stillen Momente, die auf einem Festival lange nachwirken.
Auch musikalisch überzeugt die Band auf ganzer Linie. Zu „Warmes Bier“ schwenken Hunderte Arme bei der Zeile „Nur mit dir“ im Takt durch die Luft, „Vino Bianco“ entwickelt sich zum großen Mitsingmoment und mit „Menschen“ setzt MOLA einen weiteren emotionalen Höhepunkt. Vor dem Song formuliert Isabella Streifeneder einen Gedanken, der wie ein Leitmotiv über dem gesamten Festivalwochenende steht: „Wenn wir am Ende des Wochenendes nach Hause fahren und wir uns ein bisschen weniger egal sind, ist viel gewonnen.“
Während ORANYA die Oase bespielt, erkunden wir das umliegende Food Line-up. Das Appletree setzt konsequent auf ein rein vegetarisches und veganes Angebot. Die Auswahl ist so vielfältig, dass auch hier Entscheidungen alles andere als leichtfallen.
Mit Endless Wellness zieht ein Stück Wiener Indie-Kultur ins Zirkuszelt ein. Ursprünglich war der Auftritt bereits für 2024 angekündigt, musste damals jedoch krankheitsbedingt abgesagt werden. Umso schöner, dass es nun endlich geklappt hat.
Die Band wirkt harmonisch und eingespielt. Bei den Moderationen wechseln sich die Musiker*innen ganz selbstverständlich ab. Man merkt schnell, dass sie sich bereits seit ihrer Jugend kennen und über Jahre hinweg zu einer Einheit zusammengewachsen sind.
Wer hier jedoch musikalisch dachte, der Name sei Programm, ist falsch beraten. Der Bandname ist bewusst als Kontrast zu den Themen gewählt, die Endless Wellness beschäftigen. Die Texte handeln von Wut, Überforderung und Unsicherheit. Mit drängenden Gitarren, mehrstimmigen Refrains und roher Intimität präsentiert das Quartett auch mehrere Stücke des im Oktober erscheinenden Albums „Domino Days“, darunter Stücke wie „Nie mehr sicher“ und „So allein sollen wir nie wieder sein“. Trotz der thematischen Schwere wirkt das Konzert nicht bedrückend – vielmehr wie eine gemeinsame Suche nach Hoffnung in unruhigen Zeiten.
Den letzten Auftritt auf der Hauptbühne am Donnerstag übernimmt Disarstar. Mit „Großraumbüro“ und dem Titelsong seines aktuellen Albums „Rolex für alle“ startet der Rapper in sein Set. Auf mich macht es zunächst den Eindruck, als brauche er einen kurzen Moment, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Doch von Song zu Song wächst die Intensität. Spätestens als die ersten Moshpits entstehen, ist klar, wohin die Reise geht.
Immer wieder ruft er während seines Auftritts zu FLINTA-Kreisen auf und schafft bewusst Energie und Raum. Besonders persönlich wird es, als der Hamburger – mit bürgerlichem Namen Gerrit Falius – stolz erzählt, dass er am Vortag seine Prüfung zum Tischlergesellen bestanden hat. Tosender Applaus. Bei Disarstar gehören Musik und Haltung untrennbar zusammen. Seine Stücke handeln von sozialer Ungleichheit, Antifaschismus und politischen Entwicklungen. Die Kulisse seiner Texte bildet dabei häufig seine Heimatstadt Hamburg. Mit „Siamo tutti“ hebt er sich seinen bisher größten Hit bis ganz zum Schluss auf. Auch nach dem Bühnenabgang singt das Publikum den Refrain noch minutenlang weiter. Ein kraftvoller Abschluss für den ersten Festivaltag auf der Hauptbühne.
Bei einem kurzen Abstecher bei der DJane Caren Callas in der Oase und bei dem DJane-Duo Susi&Paula im Tiefen Holz merken wir beim Tanzen, wie sehr uns der Tag doch in den Knochen steckt und es Zeit ist, ihn zuzumachen – schließlich liegen noch zwei Tage vor uns.
Freitag. Tag 2.
Während gestern noch der Anreisetag war, wachen wir heute im ersten vollen Festivaltag auf – und es steht vieles auf dem Zettel.
Auf Empfehlung führt mich mein erster Weg auf dem Gelände spontan zum Zirkuszelt. Auf der Bühne sitzen Gilda Sahebi und Arne Semsrott. Die beiden Journalist*innen (was in der Beschreibung eigentlich viel zu kurz greift) sitzen gelassen in zwei großen Sesseln und sprechen über Politik, Machtstrukturen und gesellschaftliche Themen, darunter der diesjährige Anschlag auf den CSD in Berlin und Skandale um Politiker Jens Spahn. Das Zelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt und es ist mucksmäuschenstill. Wie viele andere lausche ich von draußen. Dass ein solches Gespräch auf einem Festival auf so großes Interesse stößt, sagt viel über das Appletree aus: Hier geht es eben nicht nur um Musik, sondern auch um Austausch, Haltung und Neugier. Für mich steht fest: In jedem Fall werde ich in ihren gemeinsamen Podcast „Gilda con Arne“ hineinhören.
Vom andächtigen Zuhören geht es direkt zum gemeinsamen Mitsingen. Beim Rudelsingen von SingSisySing verwandeln sich im Tiefen Holz Hunderte Besucher*innen selbst in einen Chor. Unterstützt von Keyboard, Trompete und eingeblendeten Liedtexten werden Popklassiker wie „Wannabe“, „Get Lucky“ oder „I Wanna Dance With Somebody“ aus voller Kehle mitgesungen. Spätestens jetzt sind die letzten Müdigkeitsreste aus den Knochen geschüttelt. Als der offizielle Teil vorbei ist, stimmt das Publikum spontan „Angels“ von Robbie Williams an – einer dieser ungeplanten Momente, die auf keinem Timetable stehen und trotzdem lange in Erinnerung bleiben.
Und dann ist er für mich plötzlich da – dieser Moment, auf den man bei jedem Festival hofft: die persönliche Neuentdeckung des Wochenendes! Für mich heißt sie Prismala/b>. Es ist der perfekte Soundtrack für einen entschleunigten Wochenendmorgen - mit einer Tasse Kaffee zurück im Bett, mit einfallenden Sonnenstrahlen durch das geöffnete Fenster und Musik, die den Tag auf die schönste Art beginnen lässt.
Der Bandname setzt sich aus „Prisma“ und „Mandala“ zusammen und steht sinnbildlich für die verschiedenen musikalischen Einflüsse, die die vier Berliner zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Mit scheinbarer Leichtigkeit verschmelzen Neo-Soul, Gitarrenpop und Alternative Rock zu einem ganz eigenen Klang. Was aus einer Schulfreundschaft entstand, klingt heute so international, dass Prismala mühelos neben etablierten Indie- und Neo-Soul-Größen bestehen kann.
Es macht Freude, dabei zu sein, wie die vier Musiker sich über ihren bisher mit Abstand größten Festivalauftritt freuen und ihn in jeder Minute sichtlich aufsaugen. Prismala wirken nicht nur auf der Bühne sympathisch und nahbar. Auch abseits des Konzerts verbringen die vier das Wochenende vor den Bühnen anderer Bands auf dem Appletree Garden – mit der herzlichen Einladung, jederzeit ins Gespräch zu kommen. Es ist diese Selbstverständlichkeit im Miteinander, die das Appletree auszeichnet.
Und ohne mich jetzt überschlagen zu wollen, aber was war das für ein Auftritt von My Ugly Clementine?! Von Minute eins fühlt es sich wie ein Sturm an, der mir entgegenbläst, während ich mich der lauten Hauptbühne nähere. Sie gehen direkt rein mit ihrem Debüt-Hit „Never Be Yours“ gefolgt von „Who“. Bereits während des Konzerts wurde mir klar, dass es für mich einer der stärksten Auftritte des Wochenendes sein würde. Neben neuen Songs von ihrem im September erscheinenden Album spielen sie ihr bekanntes Cover von „Unwritten“, den das ganze Publikum singend aufgreift. Spätestens bei „Feet Up“ gibt es vor der Bühne kein Halten mehr. Das Publikum springt geschlossen mit, beim eingängigen „Ah-ya-ya-ya“-Singalong singen Hunderte Stimmen im Takt.
Musikalisch liefern My Ugly Clementine auf ganzer Linie. Der druckvolle gitarrengetriebene Mix aus Indie-Rock, Garage-Rock und Alternative-Rock klingt live noch viel kantiger und kraftvoller als auf Platte. Mal melodiös, mal rotzig, immer mitreißend.
Zwischen den Songs wird es auch mal ernst. Sophie Lindinger spricht über das Thema Konsens und macht unmissverständlich klar: „Nur Ja heißt Ja.“ Als sie anschließend ihren Rock auszieht, betont sie ausdrücklich, dass dies keine Einladung sei. Die Texte der Wiener Band behandeln Themen wie Feminismus, Gleichberechtigung und Empowerment. Auf Mira Lu Kovacs' Gitarrengurt steht „stop femicides“, auf einem Bühnenkoffer prangt der Satz „female is not a genre“. Ihre Botschaften wirken nicht wie ein eingeschobenes Statement, sondern wie ein selbstverständlicher Teil dessen, was My Ugly Clementine ausmacht.
Es ist das zweite Mal, dass ich diese Band live erleben darf. Schon damals hat mich die Dynamik in der Band begeistert. Auch heute wirken Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck unglaublich eingespielt. Drei markante Rockstimmen, ein druckvoller Bandsound und eine Präsenz, die gleichzeitig roh und souverän wirkt. Im Herbst 2026 gehen My Ugly Clementine auf Europatournee, darunter Konzerte in Münster und Hamburg. Diese Band gehört auf die Konzert-Bucket-List.
Direkt im Anschluss folgt um 18 Uhr Stella auf der Waldbühne. Eigentlich bringt die griechische Musikerin genau den verträumten Indie-Pop mit Psychedelic-, Folk- und Soft-Rock-Einflüssen mit, für den ich das Appletree so liebe. Schwebende Melodien, warme Gitarren und eine wunderbar entspannte Atmosphäre, die man gerne im Schneidersitz mit einem Kaltgetränk in der Sonne genießt. Nur leider kommt ihr Auftritt für mich an diesem Abend zum falschen Zeitpunkt. Nach dem energiegeladenen Konzert von My Ugly Clementine bin ich noch viel zu aufgepeitscht, um mich vollständig auf diese feinen, zurückhaltenden Songs einzulassen.
Am Freitagabend zeigt sich, dass selbst der Märchenwald nicht völlig losgelöst von der Wirklichkeit ist. Ein großer Ast bricht aus den Höhen eines Baumes und verletzt drei Menschen. Das Veranstaltungsteam gibt später bekannt, den Verletzten gehe es „den Umständen entsprechend gut“. Rettungskräfte und Crew handeln schnell, ruhig und professionell. Gleichzeitig leistet das Awareness-Team Unterstützung in einer Situation, die viele sichtbar erschüttert.
Wir brauchen Zeit, um uns wieder auf die Musik und damit auf Rikas einzulassen. Mit lockerem Indie-Pop, warmen Gitarren und harmonischem Satzgesang schaffen sie eine entspannte Atmosphäre, die mich an diesem Abend jedoch nicht ganz in der richtigen Stimmung dafür erreicht. Neben der Musik fällt die Professionalität der Band auf.
Trotz aller Lässigkeit wirkt jede Bewegung selbstverständlich und zugleich präzise, immer wieder ergänzt durch kleine choreografische Elemente. Während des Konzerts muss ich mehrfach an die Beatles denken – nicht, weil Rikas sie kopieren würden, sondern vor allem wegen ihres harmonischen Satzgesangs, der eingängigen Melodien und des charmanten Retro-Flairs. Erst später lese ich, dass die Beatles tatsächlich zu ihren großen Vorbildern gehören und sie in ihrer Zeit als Straßenmusiker regelmäßig ihre Songs coverten. Heute spielen die vier Stuttgarter, die sich bereits seit dem Kindergarten kennen, Support bei Künstler*innen wie Bilderbuch oder AnnenMayKantereit. Gerade weil mir Rikas schon so oft ans Herz gelegt wurden, bin ich überzeugt, dass unser Wiedersehen nur eine Frage der Zeit ist. Nicht jede Band muss einen sofort packen – manchmal braucht es einfach den richtigen Moment.
Wer mich allerdings später auf dem richtigen Fuß erwischt, ist Dilla. Was eigentlich nicht ganz meine Tasse Tee ist und ich mir nur als Option markiert hatte, überrascht mich positiv. Song für Song gewinnt das Set an Tempo und Groove. Dilla zieht das Publikum mit ihrem Synthy-Pop immer tiefer hinein – bis schließlich kaum noch jemand stillsteht. Spätestens bei „Unter ihrem Dress“ wird aus dem Konzert eine tanzbare Indie-Pop-Party. Die Beats werden treibender, das Publikum bewegt sich immer mehr und die Energie vor der Bühne steigt spürbar. Sie genießt sichtlich ihren Auftritt beim Appletree Garden, der nicht ihr erster ist und hoffentlich auch nicht ihr letzter war.
Gegen Ende des Sets verabschiedet Dilla sich knapp mit einem „Tschüss“ und verlässt die Bühne. Kurz darauf kehrt sie zurück mit einem trocken „Verarscht“ und setzt zum Finale an. Danach gibt es kein Halten mehr. „Photosynthese“ sorgt für den völligen Abriss auf und vor allem vor der Bühne, bevor Dilla den Auftritt mit „Willst du“ beendet. Was als ruhiges Konzert begonnen hat, entwickelt sich zu einer mitreißenden Party – und endet mit einer Waldbühne voller glücklich tanzender Menschen.
Saló füllt das Zirkuszelt bis auf den letzten Platz. Als der Einlass gestoppt wird, fällt die Entscheidung leicht: Weiter zur Waldbühne, wo Holly Humberstone ebenfalls gerade ihr Set begonnen hat. Die englische Singer-Songwriterin, die mit dem BRITs Rising Star Award 2022 ausgezeichnet wurde, empfängt das Publikum mit atmosphärischem Indie-Pop zwischen Melancholie und großen Popmelodien.
Vor meinem inneren Auge entstehen immer wieder Bilder amerikanischer Coming-of-Age- und Girlhood-Filme. Die Songs wirken wie der Soundtrack zu langen Autofahrten bei Sonnenuntergang oder den letzten Szenen eines Highschoolfilms. Und obwohl Holly Humberstone ihren eigenen Stil verfolgt, muss ich während des Konzerts immer wieder an Taylor Swift denken, was keinesfalls despektierlich gemeint ist oder es verkürzt darstellen soll. Also versuche ich aktiv diese Gedanken beiseitezuschieben, aber ich kann mir nicht helfen. Der Auftritt ist durchweg hochwertig, präzise und makellos gespielt. Für mich aber sogar ein wenig zu makellos. Mir fehlt der eine Moment, der überrascht, Ecken zeigt oder mich emotional wirklich packt.
Für Von Wegen Lisbeth geht es anschließend zurück zur Hauptbühne. Bereits zum dritten Mal spielt die Berliner Band beim Appletree Garden – und entsprechend groß ist der Andrang. Über der Bühne schwebt ein riesiger silberner Ballon, in dem sich Band und Publikum spiegeln. Ein schöner Blickfang, der den Auftritt optisch besonders macht.
Mittendrin wird es kurz politisch. Die Band spricht den angekündigten AfD-Infostand am nächsten Tag in Diepholz an und schlägt vor, den nachmittags geplanten Tanz Workshop spontan dorthin zu verlegen. Am nächsten Tag machen sich rund 50 Festivalbesucher*innen auf den Weg, um einen friedlichen Gegenprost zu unterstützen, was den Aufbau des Infostandes schließlich verhinderte.
Musikalisch liefern Von Wegen Lisbeth wie gewohnt charmanten Indie-Pop mit cleveren Texten und trockenem Humor. Allerdings fehlt mir in der Mitte des Sets ein wenig die Hitdichte, wodurch der Auftritt kurzzeitig etwas an Schwung verliert. Als später Hits wie „Wenn du tanzt“ oder „Elon“ erklingen, ist davon nichts mehr zu spüren – vor der Hauptbühne wird getanzt, gesungen und gefeiert – ein würdiger Abschluss des Konzerts.
Samstag. Tag 3.
Den musikalischen Auftakt meines Samstags macht RAR auf der Waldbühne. Hinter dem Namen steckt das Soloprojekt von Jonas Pentzek. Vielen ist er kein Unbekannter als Sänger und Keyboarder der Band Fibel, die eine Pause auf unbestimmte Zeit eingelegt hat.
Der Bühnenaufbau passt perfekt zu seiner Musik: minimalistisch, ohne Banner oder große Inszenierung – nur das Nötigste. Im Mittelpunkt stehen Synthesizer, seine verletzlich klingende Stimme und Texte, die eher gesprochen als gesungen werden. Zwischendurch rappt er bei Songs wie „1996“, dann wird es wieder ganz leise. Vor „Oben“ erzählt er von dem Gefühl, high zu sein, und erwähnt, dass er inzwischen 30 geworden ist. „Reicht auch mit den Zwanzigern“, sagt er mit einem kleinen Schmunzeln und ergänzt, dass es ihm heute besser gehe. Jonas Pentzek spricht offen darüber, dass es ihm eine Zeit lang nicht gut ging und er deshalb eine Auszeit von Live-Shows genommen hat. Gleichzeitig ist ihm anzumerken, dass er froh und erleichtert ist, wieder da zu sein. Seine Ansagen wirken zurückhaltend und die fast monotone Vortragsweise scheint dabei ganz bewusst Teil seiner künstlerischen Sprache zu sein. Die zuletzt erschienene Single „Lila“ setzt einen überraschend hellen Akzent. Der Song klingt deutlich hoffnungsvoller als viele seiner übrigen Stücke. Noch lieber hätte ich diesen Auftritt im Zelt genossen. In einer intimeren, dunklen Atmosphäre und mit einer stimmungsvollen Lichtshow hätten die zerbrechlichen Songs wahrscheinlich noch mehr Tiefe entfaltet.
Für einen kurzen Abstecher schaue ich bei Edb vorbei. Der junge Musiker aus Bern gehört zu den aufstrebenden Vertretern des Schweizer Mundart-Indiepop und verbindet Indiepop, Rock und Rap mit sehr persönlichen, emotionalen Texten. Gesungen wird konsequent auf Schweizerdeutsch. Für einen längeren Eindruck reicht mein kurzer Besuch zwar nicht, aber dass im Herbst ein neues Album erscheint, dürfte für Fans dennoch eine gute Nachricht sein.
Mit Marlo Grosshardt steht ein Künstler auf der Bühne, den ich mir schon lange aufs Appletree gewünscht hatte. Ich habe schon viele Auftritte der Band sehen können und mir war klar: Marlo Grosshardt und das Appletree Garden sind ein Perfect Match.
Marlo verbindet politische und gesellschaftskritische Texte in einer Mischung aus Pop, Indie und Folk, ohne dabei belehrend zu wirken; mit der Kunst, trotz der Wut im Bauch keine Leichtigkeit aus dem Set zu nehmen.
Spätestens seit dem Song „Oma“, der kurz vor der Bundestagswahl 2025 millionenfach geteilt wurde, ist Marlo Grosshardt weit über die Indie-Szene hinaus bekannt und hat sich eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. Nächste Woche erscheint bereits das dritte Album des 25-jährigen Musikers namens „Bildet Banden“. Auf dem Appletree gibt er mit neuen Songs wie „Kriege ohne mich“ bereits einen Vorgeschmack. Im September geht es mit dem Album auf Tour.
Als Marlo während des Auftritts von einer AfD-Fahne im Garten seines Nachbarn erzählt, stimmt das Publikum einen lauten Sprechchor mit „Siamo tutti antifascisti“ an. Die Band wirkt sichtlich bewegt und gibt dem Moment seinen Platz. Sicherlich ist auch das einer der Gründe, warum Marlo Grosshardt und das Appletree so gut zusammenpassen. Hier trifft eine authentische Band mit klugen, ehrlichen Liedern auf Menschen, die zuhören, mitfühlen und im richtigen Moment auch laut werden.
Doch der Auftritt lebt nicht nur von seiner Musik und seinen Botschaften. Der Abstand zwischen Bühne und Publikum scheint zunehmend ganz zu verschwinden. Vor der Bühne bildet sich ein Moshpit, unter den sich Marlo Trompete spielend mischt. Es wird ein großes Miteinander.
Als das Konzert endet, die Band die Bühne verlässt und das Publikum noch minutenlang weitersingt, stehen mir Tränen in den Augen. Ich freue mich darüber, miterleben zu dürfen, wie eine Band, deren Weg ich seit Jahren verfolge, inzwischen auf den großen Festivalbühnen des Landes angekommen ist. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass es Menschen gibt, die Musik schreiben, die Haltung zeigt, sich den großen gesellschaftlichen Fragen stellt und zum Nachdenken anregt. Es macht Hoffnung, wie offen und begeistert diese Lieder angenommen werden. Und schließlich ist da dieses schwer zu beschreibende Gefühl, mitten in einem Publikum zu stehen, in dem man nur wenige kennt und sich den Menschen trotzdem erstaunlich nah fühlt – weil man spürt, wie sehr ein gemeinsamer Wertekompass verbindet.
Bildet Banden!
Anschließend geht es zurück zur Hauptbühne, wo Blond übernehmen. Dass die Band feministische Themen auf die Festivalbühnen bringt, finde ich wichtig und bereichernd. Für meinen persönlich Geschmack ist die Umsetzung allerdings an manchen Stellen etwas zu plakativ. Das ändert nichts daran, dass Blond genau wissen, wie sie ihr Publikum mitnehmen. Spätestens bei „Männer“ wird klar, wie textsicher das Publikum ist. Vor der Bühne wird getanzt, gefeiert und mitgesungen. Als schließlich „Girl Boss“ erklingt, öffnet sich ein Moshpit.
Zurück auf der Waldbühne wartet mit Friska Viljor aus Stockholm einer der Acts des Wochenendes, die ich im Vorfeld fett eingekreist habe. Bereits vor elf Jahren haben sie mich beim Appletree Garden begeistert und ich hatte sie damals als Neuentdeckung für mich mit nach Hause genommen. Ich bin gespannt, ob sie dieses Gefühl noch einmal hervorrufen können. Schon nach wenigen Minuten ist klar: Sie können!
Geboren wurde das Projekt aus einer Schnapsidee von den Freunden Joakim Sveningsson und Daniel Johansson im Jahr 2005, während beide unter Trennungsschmerz litten. Der Bandname Friska Viljor lässt sich etwa übersetzen mit „frischer Willenskraft“.
Das Duo zeigt mit seiner Band bei ihrem inzwischen vierten Appletree Garden Auftritt wieder eine unglaubliche Spielfreude, viel Humor und eine herzliche Interaktion mit dem Publikum und untereinander. Sie hüllen jede*n von uns behutsam in einen warmen Kokon fröhlicher Geborgenheit. Ungewöhnliche Beschreibung? Wenn ihr reinhört, werdet ihr wissen, was ich meine. Mit ihrem Mix aus Indie-Rock, Folk und hymnischem Gitarrenpop zieht es mich ruckartig in eine Zeitmaschine und wirft mich 2015 am selben Ort, nur wenige Meter weiter aber bei derselben atmosphärischen Beleuchtung wieder aus. Ein zweites Mal an diesem Wochenende kommen die Freudentränen. Nicht wegen eines einzelnen Songs, sondern weil in diesem Moment einfach alles zusammenkommt. Mir wird wieder bewusst, wie sehr ich das Appletree Garden liebe. Wie viele großartige Bands ich hier in den vergangenen Jahren entdeckt habe. Wie viele unvergessliche Momente dieses Festival mir schon geschenkt hat. Und mit wie vielen besonderen Menschen ich dabei Seite an Seite war.
Vielleicht berührt mich dieser Auftritt auch deshalb so sehr, weil ich weiß, dass das Appletree im nächsten Jahr pausieren wird. Plötzlich ziehen all diese Erinnerungen an mir vorbei – und ich merke, wie dankbar ich für jeden einzelnen Festivalmoment bin. Friska Viljor liefern dafür den perfekten Soundtrack. Doch für Wehmut bleibt später noch genug Zeit – nun feiern wir erstmal noch richtig Geburtstag! Und das mit den Giant Rooks!
Liebe Giant Rooks, ihr habt uns weggefegt!
Was einst nach einer vielversprechenden Nachwuchsband klang, ist inzwischen eine internationale Liveband auf höchstem Niveau. Vom ersten Ton an haben die Giant Rooks das Publikum im Griff. Sänger Fred Rabe bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit über die Bühne, nutzt sie vollends aus, sucht immer wieder den Kontakt zum Publikum und wirkt dabei so mühelos, als wäre genau diese Bühne für ihn gebaut worden. Alles greift ineinander – Musik, Licht, Dynamik und eine Band, die genau weiß, wie sie einen Festivalabend trägt.
Am 16. Oktober erscheint mit „If Heaven Exists, This Might Be It“ ihr drittes Album. Mit den neuen Songs gehen Giant Rooks anschließend wieder auf Tour – durch Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Nord- und Südamerika.
Während ich bestens unterhalten aber vor allem beeindruckt von der Entwicklung dieser Band bin, möchte ich den Tag eigentlich genau hier zumachen. Alles gesehen, alles gefühlt, alles bekommen. Doch weil es so schwer ist, hinzunehmen, dass die letzten Stunden des Appletree Garden Festivals 2026 angebrochen sind, freue ich mich noch über ein Wiedersehen mit Daði Freyr. An diesem Abend springt der Funke bei mir allerdings nicht mehr über. Das liegt weniger an dem Auftritt des Isländers als an mir. Nach den vielen Eindrücken des Tages – den Neuentdeckungen, den Begegnungen, den emotionalen Momenten, dem Singen und dem Tanzen – fühlt sich mein persönlicher Festivaltag abgeschlossen an.
Und dennoch schießen schnelle Gedanken durch den Kopf: Aber ich hab doch gar nicht alles gesehen! Bands verpasst! Workshops und Lesungen verpasst! Gar nicht alle Gerichte probiert! Noch gar nicht alle Nachbar*innen kennengelernt! Und ich wollte viel mehr Zeit mit bestimmten Menschen verbringen! Es kann doch noch nicht vorbei sein …!
Also doch noch nicht loslassen. Weil wir uns einfach noch nicht verabschieden wollen – weder von den Freund*innen noch vom Lieblingsfestival und Lieblingsort –, tragen uns unsere Beine doch noch ins Tiefe Holz. Dort legt keine Unbekannte auf. Es ist Frida Darko und sie fängt uns mit ihren Beats alle noch ein wenig auf. Wir tanzen und genießen die letzten Minuten dieser warmen Festivalnacht.
Abschied auf Zeit.
Die Schritte zurück durch den bunt beleuchteten Torbogen, hinaus aus dem Märchenwald, werden langsam. Noch einmal alles spüren. Noch einmal alles aufsaugen. Damit Haushalten bis zum nächsten Mal. Nach einem Vierteljahrhundert gönnt sich das Festival im nächsten Jahr eine wohlverdiente Pause. Doch verstummen wird der Bürgerpark in Diepholz 2027 nicht. Mit dem Primagarden Festival entsteht im kommenden Jahr Raum für Begegnungen, Kultur und Gemeinschaft in einem kleineren Fomat – bevor das Appletree Garden 2028 mit neuen Perspektiven zurückkehrt.
Und kaum auf dem Rückweg setzt sie ein: Die Post-Appletree-Garden-Festival-Depression. Und sie wird bleiben. Einige Tage. Jede Person, die mal hier war, kennt sie. Aber es wird wieder leichter werden. Bis wir diesen Liebeskummer wieder durchmachen, im Jahr 2028 – vom 03. bis 05. August.
Ich freue mich schon jetzt auf den Moment, wenn irgendwo zwischen Feldern und kleinen Ortschaften wieder dieses kleine Schild am Straßenrand auftaucht. Das Schild, das einem sagt: Du bist wieder zu Hause. Manchmal wünsche ich mir, unsere Gesellschaft wäre ein bisschen mehr wie die Bevölkerung auf Zeit dieses besonderen Ortes. Eine Gemeinschaft, in der Freundlichkeit, Offenheit und gegenseitiger Respekt selbstverständlich sind. Doch in einem bin ich mir sicher: Diese Wochenenden prägen uns. Und wir tragen ein Stück davon mit hinaus aus dem Wald – hinein in die echte Welt.
Noch stundenlang hätte ich euch vom Appletree Garden Festival berichten können. Wer mir aber bis hierhin gefolgt ist, weiß vielleicht ohnehin wovon ich spreche. Und hätte ich nur vier Zeilen Platz, würde ich sagen:
Appletree ist Liebe.
Liebe zur Musik.
Liebe zum Detail.
Liebe zu den Menschen.
Ein Vierteljahrhundert Appletree Garden Festival - Anlass noch einmal bewusst Danke zu sagen. Allen Menschen, die mit außergewöhnlichem Engagement, unzähligen ehrenamtlichen Stunden und viel Liebe zum Detail einen Ort geschaffen haben, der für so viele Menschen etwas ganz Besonderes geworden ist.
Text und Bild: Christina Schoh